• Bewerbungen

    Posted on May 25th, 2010 Nattl 3 comments

    Nachdem ich aus Downunder wieder nach Europa zurückgekehrt bin ist eine meiner wichtigsten Prioritäten die Jobsuche. Und so klappere ich seit einigen Tagen die diversen Jobportale wie www.monster.at und die Karriereseiten der großen Unternehmen ab, stets auf der Suche nach einem lukrativen Jobangebot.


    Es ist aber schon sehr interessant zu sehen, was einem da alles unterkommt. Und ich meine da jetzt nicht einmal die diversen Stellenangebote die nach jungem Personal mit jahrzehntelanger Erfahrung suchen oder jenen die nach Teamplayer suchen, die in der Lage sind, auf sich allein gestellt zu arbeiten (wie ich diese HR Floskeln hasse — lernt man sowas eigentlich auf dem FH-Kurs zum HR-Manager oder gibts das eh schon vom Humboldt auf der Rückseite vom Fernsehprogramm zum ankreuzen?). Ich spreche aber auch nicht die Annoncen von Personalberatern an, die ich generell ignoriere. Aus Erfahrung weiß ich, dass das verschwendete Zeit ist. Man wird eingeladen und verschwendet Zeit mit irgendeiner unorganisierten Tussi, die überhaupt keinen Plan hat, was denn Sache ist.

    Was ich meine sind jene Unternehmen, welche besonders hip sein wollen und ihr eigenes Jobportal eingerichtet haben. Die Grundidee ist ja überaus innovativ: der Bewerber kann sich gleich für den gewählten Job online bewerben, man wird mit diversen Assistenten bei der Auswahl der richtigen Unterlagen unterstützt. Leider Gottes hapert es bei so einigen Unternehmen bei der Umsetzung dieses Vorhabens. Und das sind leider keine kleinen ‘Quetschen’, sondern durchaus große, bekannte, teilweise sogar weltweit agierende Unternehmen. Aus Pietätsgründen verschweige ich hier die Namen der Unternehmen (auch aufgrund der Tatsache, dass ich trotzdem bei denen einen Job ergattern will). Aber wenn ein Unternehmen, dass ziemlich stark am IT-Sektor vertreten ist, eine Webseite hat, deren Online-Portal beim Registrierungsprozess den Geist aufgibt, dann frage ich mich ernsthaft: “Will ich in so einem Unternehmen arbeiten? Sind die IT-mäßig wirklich so gut aufgestellt, wenn sie es nicht mal schaffen, ihre eigene Homepage im Griff zu haben?”. Genauso verhält es ich mit Unternehmen, die im Jahre 2010 ihre Unternehmensseiten noch immer für den Internet Explorer 6 optmiert haben und somit sämtliche Benutzer anderer Browser oder gar Betriebssystemen ausschließen. Aufachen, Herrschaften! Wir haben das Jahr 2010 und nicht mehr 2003. Aber vielleicht brauchen diese Unternehmen meine fachliche Kompetenz in ihrer Nostagie eh nicht.

    Alles in allem scheint es, dass die nächsten Wochen ein wahrliches Erlebnis werden. Ich kann daher alle Leser meines Blogs nur bitten, mir kräftigst die Daumen zu halten, damit ich bald wieder eine “g’scheite Hacken” hab’.

     

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