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Stolpert Pelinka über die Frauenquote?
Posted on December 31st, 2011 2 commentsNach der allgemeinen wutbürgerlichen Empörung zur Bestellung von Niko Pelinka als Bürochef von ORF-General Wrabetz hat man sich beim Staatsfunk Anfang dieser Woche doch noch dazu herabgelassen, diesen Posten der Form halber öffentlich auszuschreiben. Wobei sowohl von ORF-Seite als auch von Seiten der “Partei” (SPÖ) freilich unmissverständlich klargestellt wurde, dass Pelinka mit ziemlicher Sicherheit trotzdem auf diesem Posten landen wird.
Dies hatte aber zur Folge, dass der ORF-Redakteursrat öffentlich dazu aufrief, man möge sich doch um die Stelle des Bürochefs bewerben. Was anfänglich wie ein erfolgloser Sturm gegen Windmühlen anmutete, traf aber offenbar große Resonanz. Viele Leute haben sich um die Stelle beworben — und auch wenn sie mangels ausreichender Qualifikationen keine Chance haben, ist es ein wunderbares Zeichen zivilen Ungehorsams gegen die Obrigkeit.
Die Chancen für Niko Pelinka sind aber jäh kleiner geworden, hat doch heute eine Redakteurin der Salzburger Nachrichten, Alexandra Parragh, ihre Bewerbung für die ausgeschriebene Stelle bekanntgegeben. Nachdem in der Stellenbeschreibung explizit angeführt ist, dass qualifizierten Frauen der Vorrang zu geben ist, scheint die erfolgreiche Bewerbung von Klein-Niko erst einmal in weite Ferne gerückt zu sein.
Dass das natürlich nichts bedeutet, wenn die Stelle parteipolitisch besetzt ist, ist natürlich klar. Ich freue mich aber schon heute auf die Erklärung von Herrn Wrabetz, warum trotzdem dem Herrn Pelinka der Vorzug gegeben wurde… Und noch mehr freue ich mich auf die Interviews und OTS-Aussendungen von Staatssekretär Ostermayer, in denen er uns wieder Österreich und die Welt erklären wird und warum Frauenquoten bei SPÖ-Parteientscheidungen so gar nicht gehen.
Für Spaß im neuen Jahr ist also auch schon heute ausreichend vorgesorgt…
In eigener Sache: nur für den Fall, dass mir hier wieder jemand Neid auf den armen Herrn Pelinka unterstellen will. Ja klar bin ich neidisch, wenn jemand ohne ausreichende Qualifikation, ohne ausreichende berufliche Erfahrung in diesem Alter mindestens EUR 5.200,00 brutto im Monat exkl. Spesen und Fringe Benefits erhält, nur weil er einen Papa hat und die richtigen Freunderl dazu… in so einem Fall bin ich nicht nur neidisch, sondern auch wütend und fühle mich gelinde gesagt… das können sie sich eh denken
2 responses to “Stolpert Pelinka über die Frauenquote?”

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Der Alex wird sich schon was ausdenken um den Quargel zu rechtfertigen.
Wenn man bedenkt das diese Causa nicht mal die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs im Korruptions- und Privilegienstadl ist wird einem Schummrig.Dann auch noch von einem Herrn Ostermayer erklärt zu bekommen, dass es “Demokratieverachtend” ist sich drüber aufzuregen tut das Übrige.
Die Damen und Herrn Politiker aller Parteien können von Glück reden, dass der Österreicher nicht so Streik, Demonstrations und Rebellionsfreudig ist wie z.B.: die Griechen, Italiener oder die Franzosen.
In dem Sinne.
lg und guten Rutsch!
Sascha
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Zaungast December 31st, 2011 at 16:02
Also bitte: Das ist doch das Natürlichste und Selbverständlichste der Welt, daß der Parteiadel seine jungen Prinzen und Prinzessinen entsprechend versorgt. Solange auch für das gemeine Fußvolk noch etwas abfällt – eine Gemeindewohnung hier, ein kleiner Posten da usw. – ist doch alles in Ordnung. Dafür wird die Baddei doch gewählt, deswegen ist sie ja die stärkste Kraft im Lande.
Die Sache mit der Ausschreibung ist zunächst nur eine kleine Possierlichkeit. Es versteht sich doch von selbst, daß die Qualifikation einer Primogenitur alles andere sticht. Allerdings frage ich mich doch: War das Timing ein reiner Zufall, wie es halt einfach mehr so aus Versehen passiert, oder steckt da eine Absicht dahinter? Und wenn ja, welche? Soll es eine Machtdemonstration sein – schaut her, wir haben die Kraft und die Herrlichkeit. Oder ist da eine feine Intrige am Werk – man versucht, aus welchen internen Gründen auch immer, den Niko ausrutschen zu lassen.
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Sascha December 31st, 2011 at 14:56