• Wer ständig von Gerechtigkeit spricht…

    Posted on February 12th, 2012 Nattl 49 comments

    … der hat mit Sicherheit unlautere Absichten. Das gilt auch für unseren dauergrinsenden Bundeskanzler, der bei der Ankündigung des innovationslosen Belastungspakets am Freitag davon gesprochen hat, wie sehr es ihn freue, dass das Paket gerecht sei.

    Wem gegenüber das Ganze gerecht sein soll, diese Antwort bleiben uns Faymann und Spindelegger schuldig. Vor allem angesichts der Tatsache, dass viele der “Einsparungen” des “Sparpaktetes” ja auf mehr als wackeligen Beinen stehen: ob Finanztransaktionssteuer, zukünftige Einnahmen durch Immobiliensteuer, Einsparung von Doppelförderungen oder dem noch nicht ausgehandelten Steuerabkommen mit der Schweiz. Ganz zu Schweigen von dem vom Oberbeamten Neugebauer nicht zugestimmten Einsparungen im öffentlichen Dienst — was schon heute einen heißen Herbst garantiert…

    Wenn also alle diese Vorhaben in dem Treibsand versinken, auf dem sie gebaut sind, dann müssen Faymann und Spindelegger wohl den Bürgern, die dann zu noch mehr Steuern verdonnert werden, erklären müssen, dass das alles gerecht ist. Dann wird man vermutlich wieder die Frau Fekter vorschicken, die erklärt, dass es sich nicht um neue Steuern handelt, sondern lediglich Steuerlöcher gestopft wurden.

    Aber vermutlich ist im Herbst sowieso alles anders, weil da wird schon für das Wahljahr 2013 vorbereitet und da tragen Faymann und Co. sicherlich wieder die Spendierhosen. Das ist nur gerecht.

     

    49 responses to “Wer ständig von Gerechtigkeit spricht…” RSS icon

    • Gerecht ist, dass endlich nicht mehr auf Kosten der jüngeren Generation gelebt wird und der Pensionswahnsinn eingedämmt wird. Gerecht ist, dass diesmal ausnahmsweise Studenten, Familien, kleine Einkommen und zum größten Teil auch der Mittelstand verschont wurden.

      Dass allerdings im Sparpaket kaum echte Innovationen zu finden sind, und dass manches auf wackeligen Beinen steht, da gebe ich dir recht.

      Aber eines würde mich schon interessieren: Du jammerst immer über die hohen Steuern. Wo würdest du einsparen? Bitte gib auch die Summen an, die du als Einsparung erwartest.

      • Das Schlimme ist, du glaubst, was du kommentierst. Schrecklich!

        Aber um dir die Antwort zu geben: ich würde alle im öffentlichen Dienst raushauen (gilt auch für Kammern, Sozialversicherungen u.ä.) und zu neuen Bedingungen neu einstellen. Pensionen streichen und auf eine staatliche Mindestrente in Höhe des Existenzminimums, ungeachtet der Lohnhöhe zuvor. Förderungen ersatzlos streichen, richtige Studiengebühren (also ca. 2-3000 pro Jahr) Uniautonom einführen zusammen mit einem gscheiten Stipendiatssystem (Wirtschaft Anreize geben durch Steuererleichterungen). Steuern runter auf alles.

        Geht nicht sagst du? Neoliberal sagst du? Derlei Reformen wurden zwischen 1984 und 1990 von Labour in Neuseeland durchgeführt. Labour, weißt du, das sind so Sozialisten, wie du einer behauptest zu sein.

        • Pensionen auf das Existenzminum? Nachdem aufgrund der hohen Beiträge (ich werfe SV+PV in einen Topf) jedem Durchschittsverdiener unmöglich war, sich ausreichend um die eigene Pensionsvorsorge zu kümmern? Zuerst Jahrzehnte lang einzahlen und dann einfach gar nichts draus kriegen?

          Wirklich?

          • Du glaubst doch nicht ernsthaft daran, dass wir noch Nutznieser einer Pension werden, wie sie unsere Eltern noch bekommen haben. Der Cut kommt sowieso, das System implodiert gerade. Daran wird dieses Pimperlsparpaket nix ändern. Die Vogel-Strauß-Taktik mag ja nett sein, nur sie ist so schrecklich ineffektiv.

            • Nein, für mich glaube ich nicht mehr dran. Aber ich wüsste nicht, wie sich meine Eltern auch nur annähernd über Wasser halten sollten bei deinem Vorschlag. Sie haben was gespart, weil Pension eh schon gut Einschnitte bringt, aber wenn die Pension jetzt auch noch halbiert wird, dann ists bald vorbei mit der Wohnung, mit Heizen, etc. Und das, obwohl Unsummen in das System eingezahlt wurden in den letzten >40 Jahren.

              Ich hatte deinen Vorschlag so verstanden, alle bestehenden und zukünftigen Pensionen ad-hoc zu reduzieren. Wenn nein, dann würde mich interessieren, wo/wann du den Schnitt machen würdest?

            • Der Schnitt muss auch bestehende Pensionen betreffen. Wie hart das ausfällt, muss durchgerechnet werden. Aber da bekommt halt der Faktor Familie wieder eine gewisse Bedeutung. Ich bin nun mal kein Freund des Nanny-Staates, der sich um alle Belange von der Wiege bis ins Grab kümmert.

    • Du glaubst ja auch, was du schreibst.

      Ad öffentlicher Dienst: Glaubst, dass es dadurch billiger wird? Also ich würde nicht für die Gehälter im öffentlichen Dienst arbeiten wollen.

      Pensionen: Ohne Übergangsfristen ist das nicht machbar. Es würde aber schon ausreichen, wenn alles auf ASVG umgestellt wird. Das hat einen Deckungsgrad von über 90 %. Warum ein funktionierendes System zerstören? Was private Pensionsversicherungen können: siehe http://rokory.wordpress.com/2011/03/04/staatlich-verordnetes-zwangssparen-inklusive-kapitalvernichtung/

      Förderungen: Okay, da kann man drüber reden. Welche Förderungen meinst du konkret? Wie viel bringt das deiner Meinung nach?

      Studiengebühren: zwei- bis dreitausend sind als Finanzierungsbeitrag zu wenig. Wenn, dann 4.400 Euro pro Semester. Siehe: http://rokory.wordpress.com/2010/12/15/warum-studiengebhren-die-hochschulen-nicht-finanzieren-knnen/ Da du dann aber wieder vieles mit Stipendien abfedern musst, bleibt unterm Strich wenig über.

      Und um wie viel würdest du die Steuern senken wollen? Für 1 % Senkung der Steuerquote musst du rund 2,8 Mrd. einsparen. Zum Vergleich: Das ist mehr als das Budget aller österreichischen Universitäten zusammen. Der Zuschuss zu den Pensionen beträgt rund 8 Mrd. Die Förderungen für die Landwirtschaft machen rund 1,6 Mrd. aus.

      Mit deinen Vorschlägen kann man rund 10 Mrd. Euro einsparen. Das würde die Abgabenquote um rund 3,5 % auf ca. 40 % senken.

      Und dass die Steuerquote deines heiß geliebten Neuseeland rund 10 % über der österreichischen liegt, weißt du ja sicher auch, gell? Siehe: http://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/vwl2/downloads/material/Steuerquote.pdf

      • Was konkret soll die Steuerquote in Prozent des BIP jetzt aussagen? Was bedeutet es für den Einzelnen? Zahlen Arbeitnehmer da mehr Steuern, oder Selbständige, oder Pensionisten?

        • Das wird uns die Nattl sicher genau erzählen können. Aber das Märchen, dass in Neuseeland die Steuern so niedrig sind, kann sie mir nicht mehr erzählen.

          • Was die Staatsquote in Österreich und Neuseeland betrifft — darf ich Ihre geneigte Aufmerksamkeit auf folgenden Link

            http://www.andreas-unterberger.at/2011/11/wie-hoch-sind-die-staatsquoten-weltweitij/

            lenken? Im Jahr 2009 war Österreich bei 42,8% — Neuseeland bei selbstmurmelnd viiiiel höheren 31%.

            Österreich ist seitdem noch etwas hinausgekommen (derzeit werden’s an die 45% sein), daß Neuseeland in zwei Jahren seine Staatsquote um mehr als 14 Prozentpunkte hinaufgeschnalzt hätte, ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Falls doch, lassen Sie es mich bitte wissen. Dann streiche ich es von der Liste möglicher Fluchtdestinationen …

            • Man verwechsle niemals Abgabenquote mit Staatsquote. Ich kenne das Sozialversicherungssystem Neuseelands zu wenig.

              Aber noch einmal: Nattl hat behauptet, dass in den 1990er-Jahren die Steuern in Neuseeland massiv gesenkt wurden. In Wahrheit ist die Steuerquote zwischen 1985 und 1995 um mehr als 5 Prozentpunkte angestiegen, während sie im gleichen Zeitraum in Österreich um 1 Prozentpunkt gesunken ist. Zwischen 1995 und 2006 ist die Steuerquote in Neuseeland dann noch einmal um 0,1 Prozentpunkte angestiegen.

              Ich kann daher leider keinen Beweis für die Behauptung von Nattl finden.

            • @Roman Korecky:

              Sie können beruhigt sein — ich »verwechsle« Staatsquote und Abgabenquote nkeineswegs. Nur ist die Abgabenquote isoliert betrachtet »tschast wörscht«, wie der Engländer zu sagen pflegt … ;-)

              Mir ist der Name der diversen Banditen, die mir zwangsweise Geld abnehmen, um damit (angeblich) Gutes zu tun, eigentlich völlig egal. Was danach überbleibt, interessiert mich. Und das ist offenbar in A weniger als in NZ.

    • Ja wer keine Familie hat kann so leicht reden…

    • Das ausgerechnet Jahrzehntelanges Sozialistisches Regieren zu einem System der Ungerechtigkeit führt, mag manche überraschen.

      Anderseits ist es auch logisch. Man hat eben stets auf Kosten jener Schulden gemacht die sich nicht wehren konnten. Jungendliche, Kinder und sogar noch Ungeborene.

      Das uns heute dieses Pyramidenspiel um die Ohren fliegt sollte im Übrigen auch keine allzu große Überraschung sein. Seit nunmehr 20ig Jahren warnen politisch Interessierte, des Kopfrechens mächtige Leute ja schon davor.

      Was wird passieren, wie geht´s weiter?

      Meine Prognose:

      1. Weiter schleichende Enteignung über zu niedrige Zinsen und staatlich induzierte Inflation (drehen an der Abgabenschraube)
      2. Fortführung der Pensionsprivilegien in den Ländern, vornehmlich Wien plus weiteres Ausbleiben einer Verwaltungsreform.
      3. Bildung einer Koalition der Verlierer 2013 um das Debakel bis 2018 fortzusetzen.
      4. 2018 Ausschreitungen und Streiks der Heute 10 bis 12 Jährigen die durch schlechte Schulen und irrsinnige Staatsschulden Ihrer Zukunft beraubt wurden um die Schulden Ihrer Großeltern zu tilgen.

      All jenen die das für übertrieben halten, empfehle ich einen Blick nach Griechenland.

      Dieses Land steht unter Kuratel und die Strassen brennen.

      Entweder die überbezahlte Laienspielgruppe die sich Regierung schimpft handelt jetzt sofort, oder sie kann 2018 nur noch mittels Kriegsrecht den Ausnahmezustand managen.

      Die schleichende Beschneidung der Bürgerrechte (Sicherheitspolizei Gesetz, etc.) weisen jedenfalls schon deutlich in diese Richtung.
      lg
      Sascha

    • @Roman Korecky:

      Also ich würde nicht für die Gehälter im öffentlichen Dienst arbeiten wollen.

      Wie schön, daß Sie offenbar einer in der Privatwirtschaft höchst nachgefragten Tätigkeit nachgehen. Sonst ist das nämlich nicht nachvollziehbar. Ich habe beruflich genug mit Gehältern von Privatangestellten zu tun, um abschätzen zu können, daß der öffentliche Dienst keineswegs unterbezahlt ist.

      Mal ganz davon abgesehen, daß (vor ein paar Ausnahmen in beide Richtungen abgesehen, aber die gibt’s immer) der Leistungsdruck bei den Öffis unvergleichlich niedriger ist. Und abgesehen davon, daß die faktisch 100%ige Sicherheit des Jobs, so man keine silbernen Löffel entwendet, auch einen Abschlag verdient.

      • Die angeblich 100 %ige-Jobsicherheit bekommt gerade eine Hundertschaft von Angestellten der ÖAW zu spüren, die beim AMS zur Kündigung angemeldet wurden.

        • Bei über 600.000 öffentlich Bediensteten ist das natürlich eine erschütternd hohe Zahl.

          Gegenfrage: welcher Lehrer (der nicht gerade Schülerinnen begrabscht oder sturzbesoffen den Direktor ohrfeigt) wird denn gekündigt? Welcher Polizist, auch wenn er Diebstahls-Anzeigen nur mit 2-Finger-System tippen kann und auch sonst der klassischen Beschreibung (5 m grüner Stoff und ein blödes G’sicht) vollkommen entspräche, wenn die Uniformfarbe inzwischen nicht geändert worden wäre?

          Völlig unfähige Bedienstete werden einfach »herumgeschoben« und irgendwann in einer Frühpensionierungsaktion ausgelagert. Immerhin ein Fortschritt! Früher mußten sie sich und andere quälen bis zum 60er …

          Ich kenne einen Anwalt, der früher eine Ministerialabteilung leitete und (nach meiner Beobachtung) ein exemplarisch fleißiger Beamter war. Aber auch er gestand mir vertraulich ein, daß die Arbeit, die er im Ministerium verrichtete, ihn auch nicht annähernd so beanspruchte wie seine jetzige Anwaltstätigkeit.

          Ich kenne beruflich und privat genügend leitende Beamte, leitende Angestellte, Freiberufler und Gewerbetreibende — und (ohne es jetzt strikt »beweisen« zu können) ich habe ein sehr starkes Gefühl von Evidenz, daß Beamte in der nach unten offenen Obezahrer-Skala deutlich niedriger liegen als die drei anderen genannten Gruppen.

          Mag sein, daß ich da als Selbständiger etwas voreingenommen bin — aber die Betonung liegt eindeutig auf »etwas«! Vielleicht gibt es auch Beamte, die bienenfleißig, initiativ und entscheidungsbereit sind. Sie sind mir nur (fast! — wie ich konzendiere) nie begegnet …

          • Ich bin auch selbständig. Aber ich würde nie alle in einen Topf werfen. Ich kenne sehr fleißige Lehrer und solche, die man besser heute als morgen aus dem System Schule entfernen sollte. Ebenso ist es sicher in anderen Bereichen der Verwaltung.

            Aber: Die Nulllohnrunde wird auch für Vertragsbedienstete gelten. Und da sind viele befristet, müssen sich alle 2 Jahre evaluieren lassen und haben vor allem in ausgelagerten Körperschaften alles andere als einen sicheren Job.

            Merke: Nur ein Bruchteil der öffentlich Bediensteten sind pragmatisierte Beamte.

            • Also wenn man als Selbstständiger so viel Tagesfreizeit hat, um hier herumzuposten, auf Twitter zu sein und vermutlich noch alle Onlinezeitungen auslesen kann, und dabei obendrein noch ausreichend Geld verdienen kann,dann möchte ich bitte auch Selbstständig werden. Denn es scheint, dass Selbstständige ähnlich den Beamten offenbar sehr viel Zeit haben.

              Ich als arme Lohnsklavin hab dafür untertags ja keine Zeit — da muß ich arbeiten, sonst verliere ich meinen Job.

            • Chère Nattl,

              es liegt nur an Ihnen, sich selbständig zu machen! Sie müssen diesfalls nur bereit sein, gelegentlich bis regelmäßig auch um 10 Uhr abends zu arbeiten, fast keinen Urlaub zu nehmen, mit Ihren Privatvermögen für allfällige unversicherte Schäden und Ausfälle zu haften — dafür kocht Ihnen die Sekretärin einen Kaffe, wenn Sie’s ihr anschaffen und Sie dürfen auf Nattls Blog schreiben, so viel Sie wollen … ;-)

            • Werter LePenseur,

              ich denke, sie haben keine Vorstellung von meiner Arbeit. Gestern beispielsweise war ich von 8 Uhr am Morgen bis 22.30 in der Firma. Ich bin für ein Team von knapp 20 Leuten zuständig, für die ich Aufträge aquirieren muss, sie beschäftigen muss und sie führen muss. Mache ich einen Fehler, ist nicht nur der Kunde sauer, sondern möglicherweise verliert einer meiner Mitarbeiter seinen Job. Ein Job vom Arbeitspensum her zwischen 60 und 80 Wochenstunden. Erklären sie mir jetzt bitte noch, dass der kleine EPU noch mehr arbeitet…

              Nicht jedes Dienstverhältnis ist ein verklärter 9-5 Job mit Kuli am Tisch herumschieben. :)

      • Wenn ich sowas schon lese bekomm ich Kabeln, ich selbst bin Beamter, arbeite bei der Stadt Wien und bezeichne mich nicht als Owezara.
        Ich arbeite dort schon seit 1993, verdiente am Anfang weniger als in der Privatwirtschaft, aber da wurde auch noch gesagt, ach dafür bekommst du später mehr Geld und eine bessere Pension.
        So nun stehe ich vor einer Lüge, denn eine bessere Pension bekomme ich nicht mehr als ein ASVGler, habe ich doch auch 40 Jahre Durchrechnung.

        Gut bezahlt? Mit meinen Dienstjahren würde ich in der Privatindustrie mehr Geld verdienen, vor allem da ich schon einige Jobwechsel hatte, vom Elektroinstallateur über IKT Admin/Techniker bis zu Inventarführer/Gebäudemanagment, alles eine Sachen des wollens und Weiterbildung.
        Ich stehe nun vor einem nicht unwichtigen Projekt Gebäudemanagment in SAP richtig in unserem Betrieb umzusetzen, bin aber weder Maturant, studiert oder sonst was.

        Ich verdiene gut, aber nicht soviel das ich sagen könnte wow das haut mich vom Hocker, ich habe eine Familie zu ernähren und dann bekommen wir öffentl. Bedienste Nulllohnrunden, wenig Lohnerhöhung und das schon über Jahre.

        Der Leistungsdruck ist schon gestiegen und wie gesagt es kommt darauf an wo man arbeitet, klar das man als Bürokaufmann/frau aka KanzlistIn nicht so einen Druck hat und die gibts beim öffentl. Dienst genauso wie in der Privatwirtschaft.

        Unkündbarkeit? Auch eine Lüge die von den Politikern geschürt wird, sehr wohl können Beamte gekündigt werden.
        Mal abgesehen ist der Großteil der Bediensteten schon Vertragsbedienste und in letzter Zeit werden schwerer Vergehen oft mit beiderseitigen Einverständnis gekündigt, VBler sowieso leichter.

        Also lasst euch nicht immer so von den Politikern blenden genau das wollen sie, das sich die Kleinen fertigmachen um von ihren Machenschaften abzulenken!

    • Ui, werden werden wir jetzt persönlich? Du hast halt geregelte Arbeitszeiten, ich nicht. Das ist der Unterschied.

      • Du hast wohl keine Ahnung, was es bedeutet, als Consultant mit All-Inclusive Vertrag zu arbeiten. Ich wette mit dir, dass ich durchschnittlich auf mehr Wochenstunden komme als du.

    • Noch was zu deinem Lieblingsthema Neuseeland: Die hatten niemals – wie Österreich – ein Triple-A-Rating und sind schon im Herbst sogar von AA+ auf AA herabgesaust worden. Siehe http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/schlechtes-rating-neuseelands-kreditwuerdigkeit-sinkt_aid_670413.html

    • @Roman Neuseeland hat als Ausrede ein schweres Erdbeben. Unsere Ausreden sitzen in der Regierung.
      lg
      Sascha

    • BruttoNettoRechner

      Steuerquote, Abgabenquote, Staatsquote, ….

      Als Angestellter mit “2500 Brutto” zahlt mein Arbeitgeber rund 46.000 Eier p.a., von denen ich rund 24.000 auf meinem Konto sehe.

      Das sind 52% Auszahlungsquote.

      Dann zahle ich beim Konsum noch MwSt und diverse Konsumsteuern wie z. B. Mineralölsteuer usw. usf.

      Damit sinkt meine Nettoquote unter 43% bzw. steigt meine

      => “Schutzgeldquote” über 57%.

      Gut, dafür bin ich krankenversichert (gibt es auf freiwilliger Basis ab ca. 700 EUR p.a.), mindestgesichert usw. (die Pensionsversicherung mit Antrittsalter ab voraussichtlich zukünftigen 67 wäre ein eigenes Thema). Und natürlich z. B. “stolzes & zufriedenes” Mitglied der AK-Familie. Für deren Paten und Dienste würde ich ja auch freiwillig gerne zahlen…

      • Bitte hört auf solche Märchen zu glauben und weiterzuerzählen und informiert euch vorher, bevor ihr so einen Schwachsinn verzapft.

        Also: 24.000 brutto sind dividiert durch 14 rund 1.714 brutto im Monat. Laut marxistisch-kommunistischer Wirtschaftskammer (http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?angid=1&stid=455623&dstid=0&titel=Brutto-Netto-Tabelle%2c2006) beträgt der gesamte Dienstgeberaufwand bei einem solche Gehalt rund 2.259 Euro. Im Jahr sind das dann 31.626 Euro. In Wien kommen noch ein paar Euro U-Bahn-Steuer dazu, sodass man ungefähr auf 32.000 Euro kommt. Von den 46.000 Euro, wie du hier behauptest, ist das sehr weit entfernt.

        Netto bekommst du 17.842,40 heraus. Damit beträgt die Auszahlungsquote 56 %. Umgekehrt beträgt deine Abgabenquote 44 %. Wenn du dieses Geld zu 100 % in den Konsum einfließen lässt, so bezahlst du noch einmal im Schnitt 20 % Konsumsteuern (für Lebensmittel und Miete weniger, für Mineralölsteuer, Tabak mehr). Dieser Prozentsatz ist bei Niedrigverdienern etwas geringer (Schwerpunkt Miete und Lebensmittel), beim Mittelstand ziemlich genau 20 % (fahren viel mit dem Auto) und bei Gutverdienern wieder niedriger, weil die nicht alles konsumieren.

        Netto konsumierst du dann für ca. 14,868,67 Euro. Damit beträgt die persönliche Steuer- und Abgabenquote 53 %.

        Ja, das ist viel. Aber warum muss für Arbeit so viel bezahlt werden? Weil die meisten Unternehmen weniger als 25 % Steuern zahlen. Und weil die Superreichen in Österreich weniger als 10 % Steuern zahlen.

        Aber wie sieht die Rechnung bei Niedrigverdienern aus, die keine Lohnsteuer zahlen? Nehmen wir ein Bruttogehalt von 1.100 Euro im Monat als Maßstab. Brutto sind das im Jahr 15.400 Euro. Sozialversicherung ist natürlich genauso zu bezahlen. Netto bleiben dann 13.025 Euro. Dem Dienstgeber kostet dieser Angestellte in Wien exakt 20.204,04 Euro.

        Da der Arme einen Großteil seines Gehalts in Miete und Lebensmittel investieren muss, zahlt er im Schnitt nur 15 % Konsumsteuern. Netto bleiben dann 11.326,09 Euro über.

        Die gesamte Abgabenquote beträgt auch für diesen angeblich steuerbefreiten Arbeitnehmer immer noch rund 44 %.

        Was ich damit sagen will? Mittelstand und Unterschicht sitzen gemeinsam in einem Boot. Alle wollen, dass der Staat bestimmte Leistungen erbringt (Straßen, Eisenbahnen, Verwaltung, Sicherheit, soziale Netze). Die arbeitende Bevölkerung trägt überproportional zu diesen Leistungen bei. Und genau das muss geändert werden.

        • BruttoNettoRechner

          @ Roman Korecky

          “Also: 24.000 brutto sind dividiert durch 14 rund 1.714 brutto im Monat”

          Ich schrieb aber von “2500 Brutto” und nicht von 1.714.

          “Damit beträgt die persönliche Steuer- und Abgabenquote 53 %.”

          Mein Beispiel mit 2500 Brutto ergab 57%, also die gleiche Größenordnung. Wir kommen somit bez. Schutzgelderpressung beide zum gleichen Ergebnis. Pardon, zum gleichen “verzapften Schwachsinn” bzw. “Märchen”.

          “…Weil die meisten Unternehmen weniger als 25 % Steuern zahlen. Und weil die Superreichen in Österreich weniger als 10 % Steuern zahlen.”

          Ah ja. Warum überrascht mich das jetzt nicht? Wunderbar, wie Du Dich auskennst! Bist voll informiert. Und hoffentlich ist das kein “verzapfter Schwachsinn” bzw. “Märchen” von Dir…

          • Auch bei 2.400 Brutto komme ich nicht auf die von dir behaupteten 46.000 für den Dienstgeber, sondern nur auf rund 40.000. Quelle: Brutto-Netto-Rechner des Finanzministeriums.

            Ad Unternehmenssteuern: 25 % KÖSt. Mit Gruppenbesteuerung ist dieser Betrag noch mehr als deutlich zu senken.

            Anteil der Unternehmenssteuern und die Höhe der Unternehmensgewinne sind auf den Websites von Statistik Austria bzw. ÖNB leicht nach zu recherchieren.

            Wie können natürlich über Steuersenkungen diskutieren. Aber dann sollte man zuerst einmal darüber diskutieren, welche staatlichen Leistungen wir nicht mehr wollen oder brauchen. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung arbeitet nämlich unsere Verwaltung relativ effizient. Beispiel gefällig? Privatisierung der KFZ-Zulasungen. Verteuerung um über 300 %. Oder schau dir mal die Müllgebühren in Gemeinden an, wo das von privaten Firmen erledigt wird, im Vergleich zu Wien. Dazu brauchst nicht weit zu schauen, nur z. B. in die Wienerwaldgemeinden westlich von Wien (Purkersdorf, Gablitz usw.)

            Wenn wir die gleichen staatlichen Leistungen (Straßen, Schulen, Kindergärten, Universitäten, Verwaltung, Sicherheit, Sozialleistungen usw.) wollen, aber weniger Steuern, dann muss das Steueraufkommen von irgendwo anders her kommen. Ich habe einen Weg aufgezeigt woher das kommen könnte.

            Gerade der Mittelstand profitiert überproportional von diesen Leistungen: Der Mittelstand fährt sehr viel Auto auf einem der bestausgebauten Straßennetze der Welt. Wir schicken unsere Kinder 12 und mehr Jahre lang in öffentlich finanzierte Schulen. Viele unserer Kinder studieren danach gratis. Wir profitieren davon, dass es selbst in einer Großstadt wie Wien keine Ghettos gibt und wir auch in der Nacht eigentlich überall recht sicher unterwegs sein können.

            Wenn du das Schutzgeld nennen willst, ist das deine Ausdrucksweise. Ich gebe zu bedenken, dass Schutzgeld an die Mafia jedoch nur wenigen finanziell nützt und die Sicherheit nicht wirklich erhöht.

            • BruttoNettoRechner

              @ Roman Korecky

              “Auch bei 2.400 Brutto …”

              Sag mal, leidest Du an Leseschwäche, brauchst Du eine stärkere Brille oder machst Du das absichtlich?

              Bei den staatlichen Ausgaben gibt es hunderte Vorschläge (z. B. vom Rechnungshof usw.), was man alles einsparen könnte.

              Über die max. Höhe der “Schutzgeldquote” kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein. Ich bin da tendenziell weniger sozialistisch eingestellt, andere mögen das nach dem Prinzip “je höher, umso besser” halten. Geschmäcker & Watschen sind bekanntlich verschieden…

    • Besser Leseschwäche als Rechenschwäche. Egal, wie du es drehst, auf 46.000 kommt man nicht.

      Ich bin tendenziell auch der Meinung, dass die Steuerquote nicht weiter ansteigen soll. Ich finde sie im Moment durchaus in Ordnung. Und ja, man könnte sicher an etlichen Stellen einsparen.

      Aber man kann mit dem Ersparten sicher keine Steuern senken, sondern sollte es dazu verwenden, das Budgetdefizit zu senken.

      Gleichzeitig bin ich aber schon dafür, dass wir die Steuerlast weg von der arbeitenden Bevölkerung (wozu in meinen Augen auch KMUs) und hin zu den Kapitalgesellschaften und Superreichen verschieben.

      • BruttoNettoRechner

        “…Steuerlast… hin zu den Kapitalgesellschaften und Superreichen verschieben.”

        Ja klar, wenn wir dem Wlaschek seine 4 Mrd (whatever it is) wegnehmen, ist das staatliche Budget auf alle Zeiten ausbalanciert.

        Nur mal so zur Verdeutlichung, um was es hier eigentlich geht: Die österr. Staatsausgaben bewegen sich aktuell in einer Dimension von (grob) 150 Mrd. p.a. (18.000 / Nase!), das Defizit in einer Größenordnung von 10 Mrd. p.a.

        Und höhere Steuern zahlt letztendlich nicht die Betriebshalle oder das installierte Fließband, Steuern werden immer von Menschen gezahlt. Sofern sie ein Einkommen haben. Kein Einkommen zu haben kann auch eine Konsequenz aus zu hohen Steuern sein…

        • Lassen wir mal die Polemiken beiseite. Ab etwa einer Million Euro Finanzvermögen muss man – je nach persönlichen Ansprüchen an den Lebensstandard – keiner Erwerbsarbeit mehr nachgehen. Daher würde ich da einmal die Grenze zwischen Mittelstand und Oberschicht ziehen.

          Es gibt in Österreich ungefähr 73.900 Personen, die über mehr als eine Million Finanzvermögen verfügen. Diese haben ein Vermögen von 230 Milliarden Euro. Wenn diese Vermögen mir nur 1 % jährlich besteuert werden, ergäbe das rund 2,3 Mrd. Euro. Das ist immerhin rund die Hälfte des gerade paktierten Sparpakets. Ein Viertel des Budgetdefizits wäre damit locker abzudecken. Oder man könnte die Einkommensteuern um rund 6 – 7 % senken.

          Aber das ist ja Enteignung!? Wenn ich mein sauer verdientes und versteuertes Einkommen in den Supermarkt meiner Wahl trage, dann zahle ich 20 % MWSt. Was sind 1 % Steuern dagegen? Nichts. Und wie lange dauert es, bis ein Vermögen bei 1 % Steuer halbiert wird? Das sind rund 70 Jahre, also ein gutes Menschenleben lang. Dass das Vermögen aber währenddessen wahrscheinlich wesentlich mehr Ertrag bringt und trotz dieser lächerlichen Steuer wahrscheinlich weiter wächst, habe ich jetzt noch gar nicht berücksichtigt.

          • BruttoNettoRechner

            O sancta simplicitas!

            Eine typische Rendite vor Steuer liegt bei 5-6%. Auch wenn Du es vermutlich nicht glauben wirst. Nebenbei, mit z. B. österr. Staatsanleihen oder Industrieanleihen guter Bonität erreichst Du diese Rendite nicht.

            Dafür sind mindestens 25% KEST zu zahlen. Gibt andere Kategorien, wo mehr Steuer anfällt. Auch das wirst Du vermutlich nicht glauben.

            So, und jetzt überlegen wir mal: 6% Rendite abzüglich 1.5 KEST abzüglich 2.5 Inflation ergibt 2% netto. Davon möchtest Du jetzt nochmals die Hälfte (1%) für den guten Zweck abziehen. Bleibt 1% netto. Diverse Spesen und eventuelle Kapitalausfälle sind da noch gar nicht berücksichtigt.

            Mit z. B. 2 Millionen Finanzvermögen hast Du dann einen Nachsteuerertrag von maximal 20.000 EUR p.a. Aber nur, wenn Du 6% erzielst. Dafür mußt Du schon einiges tun, auch wenn Du es nicht glaubst. Deine Einkommensteuerlast wäre in diesem Fall

            1 – 1/(6-2.5) = 71%

            Die 20% MWSt usw. zahle ich dann genauso noch wie jeder andere.

            Weißt Du was? Mit meinen 2 Millionen oder mehr zieh ich dann woanders hin. Dann hast Du 71% + MWSt von nix.

            “…ergäbe das rund 2,3 Mrd. Euro.”

            Ja super. Bestimmt glaubst Du auch, daß dann das Defizit um diesen Betrag geringer sein wird.

            Kleiner Hinweis: Ich glaube das nicht.

            • Du rechnest da die Inflation in die Steuerlast ein. Das ist aber meiner Meinung nach nicht richtig. Und macht sogar den Großteil deiner 71% aus.

            • Abgesehen von Glaubensfragen…

              5 % von 1 Mio. sind 50.000 Euro. Davon 25 % KESt weg bleiben immer noch 40.000 Euro. Netto. Dividiert durch 14 entspricht das einem monatlichen Nettoeinkommen von über 2.800 Euro. Das ist ungefähr das Doppelte des Durchschnittsnettoeinkommens in Österreich. Okay, davon muss ich dann vielleicht noch eine private Krankenversicherung bezahlen. Trotzdem bleiben noch einige hundert Euro übrig, um die ich monatlich (!) mein Vermögen noch weiter vermehren kann. Das sollte reichen, um die Inflation zumindest für mein restliches Leben aufzufangen.

              Und bei diesem Vermögen würde ich ja auch noch nicht einmal eine Vermögenssteuer fordern, sondern nur bei dem, was darüber hinaus geht.

              Aber du sprichst auch ein wahres Problem an: Finanzvermögen ist schneller abgezogen als das Gesetz im zuständigen Ausschuss des Nationalrats eingereicht ist. Deshalb glaube ich auch nicht, dass bei der Besteuerung von Finanzvermögen der große Brocken zu holen ist. Aber Immobilien (Stichwort: Grundsteuer) können nicht einfach in ein anderes Land verpflanzt werden. Und da gibt es noch viel, viel mehr Vermögen.

              Eine Grundsteuer auf internationalem (z. B. US-amerikanischem Niveau) könnte das österreichische Budgetdefizit zweimal abdecken. Da wäre sogar noch viel Luft, um die Einkommensteuern deutlich zu senken.

              Wir leben in einem unglaublich reichen Land. Ich verstehe nicht, warum es bei uns ein Problem sein sollte, diesen Reichtum halbwegs gerecht zu verteilen, wovon wiederum alle profitieren würden.

    • Angesichts mancher Wortspenden, wundert mich der Rekordkonsum an Bier den wir 2011 in Österreich verzeichneten nicht mehr;)

      Wenn sie jetzt noch das Hanfrauchen legalisieren und (hoch) beteuern, haben Herr und Frau Österreicher keine Sorgen mehr.

      Nur Nüchtern kann man das Theater wirklich nicht mehr ertragen;)

      lg
      S.

    • BruttoNettoRechner

      @ Roman Korecky

      “Wir leben in einem unglaublich reichen Land.”

      Ja, reich an Naturschönheiten. Alles andere dürfte etwas überschätzt sein…

      “Ich verstehe nicht, warum es bei uns ein Problem sein sollte, diesen Reichtum halbwegs gerecht zu verteilen…”

      Die Naturschönheiten sind doch ohnehin für alle da. Und ansonsten schau Dir mal die staatliche Ausgabenstruktur an. Stichwort Soziales usw. In meinem Glauben lebt Österreich über seine Verhältnisse. Aber wenn Dir das alles noch immer nicht genügt, bitte sehr: Verteilt um, bis nix mehr da ist.

      Ich bin dann mal weg.

    • BruttoNettoRechner

      @ Capi

      Inflation & Besteuerung – das ist ja das Fiese an der KEST. 25% nominal sieht wenig aus, aber tatsächlich zahlt man für die Inflation Steuer.

      Wenn Du ein Sparbuch mit 2.5% Verzinsung hast, hast Du keinen Realertrag – der Zinsertrag deckt lediglich die Inflation von 2.5% ab. Trotzdem zahlst Du KEST – Dein Kapital wird an der Substanz besteuert.

      • Sehe ich anders, da ich “unterm Kopfpolster” keinerlei Steuern zahle, das Geld aber genauso weniger wert wird. Dass die Inflation den Wert auffrisst, keine Frage, aber deswegen ist es nicht fair es auf die Steuerlast anzurechnen, weil im “Kopfpolsterfall” kriegt keiner Geld von mir.

        • BruttoNettoRechner

          “… weil im “Kopfpolsterfall” kriegt keiner Geld von mir.”

          Werch ein Illtum.

          Du legst z. B. 100 EUR unters Kopfpolster.

          Die Kaufkraft sinkt um die Inflationsrate – Dein Verlust ist der Gewinn der Notenbank.

          Und die Notenbank steht mit ihrem Gewinn bzw. Verlust in engem Zusammenhang mit dem Staatshaushalt.

    • @BruttoNettoRechner dass war ja mein Argument, dass du das nicht zur Steuelast rechnen darfst, weil das für jeden gilt. Du wirst aber hoffentlich nicht die Inflation nicht als Steuer rechnen, weil das ist sie definitiv nicht.

      • BruttoNettoRechner

        Inflation & Steuer.

        Wenn Du mir einen zinsenlosen Kredit gibst, ist Dein Kaufkraftverlust mein (zusätzlicher) Gewinn (da ich das Geld investiere), den ich versteuere. Die Steuer fällt bei mir an.

        Steckst Du Dein Geld unters Kopfpolster, profitiert vom Kaufkraftverlust (teilweise) der Staat (über die Notenbank).

        Ein Teil Deines Kaufkraftverlustes kommt immer dem Staatshaushalt zugute. Es ist wie eine Steuereinnahme.

      • BruttoNettoRechner

        “…nicht zur Steuelast rechnen darfst, weil das für jeden gilt.”

        Wenn Oma 1.000 EUR unterm Kopfpolster hat, ist die Steuerleistung daraus geringfügig und vernachlässigbar, weil ja Oma nicht von den 1.000 EUR Kapital lebt, sondern von ihrer Pension. Die Pension ist die Besteuerungsgrundlage.

        Bei z. B. 2 Mill EUR Kapital ist der Kaufkraftverlust mitentscheidend für das Kapitaleinkommen, von dem gelebt werden soll und das auch die Basis der Besteuerung ist.

        • @BruttoNettoRechner:

          Bin gerade wieder über diesen Mega-Thread gestolpert und bewundere Ihre Geduld, mit der Sie auf Kollegen Korecky eingehen …

          Irgendwie putzig, wenn er schreibt, daß beim Niveau der amerikanischen Grundsteuern das österreichische Budgetdefizit nullo problemo wäre.

          Er sollte mal in der aktuellen SWK den 1. Artikel nachlsen. Da schreiben zwei Würzburger Uniprofessoren sehr klug und recherchiert über die Sinnhaftigkeit von Vermögensteuern. Bessergesagt: über die geringe Sinnhaftigkeit.

          Aber das geht vermutlich in ein Sozenhirn einfach nicht rein …

          • BruttoNettoRechner

            @ LePenseur

            Meine Geduld ist nichts im Vergleich zu IHRER, mit der Sie auf Ihrem Blog auf den Kollegen Politik & Bundesregierung eingehen….

            Beim Kollegen Korecky ist so einiges “putzig”, oder soll man es vielleicht verhaltensoriginell nennen, was da im Laufe eines kleinen Gedankenaustausches völlig ungeniert präsentiert wird. Nehmen wir z. B. die Stelle, wo er es spürbar aus seiner Seele bedauert, daß Finanzkapital flüchten kann. Aber sogleich tröstet er sich damit, daß man ja beim immobilen Vermögen zulangen kann – und sein Herz blüht merklich auf. Seine Moral ist die Moral eines Bankräubers: “Herr Rat, die Banken haben eh so viel Geld, die sind eh so reich, denen tut mein Überfall doch gar nicht weh, die spüren das doch gar nicht.” Er macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, er zeigt offen, was ihn antreibt: Wo ist noch was zu holen, wo kann man noch was konfiszieren, wem kann man noch was wegnehmen.

            Gedankenträger wie Korecky wachsen laufend nach. Mich erinnert das – nebenbei bemerkt – an einen Bekannten, der als Physik-/Mathematikprofessor lange Jahre an einem Gymnasium unterrichtete und es dann schließlich leid war, Jahr für Jahr immer wieder die gleichen Fehler in den Schularbeiten zu sehen…

            Ist eben ein ewiges Naturprinzip: Wo Beute, da Räuber. Wo Wirt, da Parasit.

            Zur Vermögensbesteuerung – ich denke es dürfte egal sein, welchen Namen man einer Besteuerung gibt, entscheidend ist letztlich die gesamte Steuerlast unterm Strich, mit der ein System den Einzelnen belastet, sei es ein kleiner Angestellter oder ein großer Unternehmer. Man kann es mit schönen Worten, Argumenten und Theorien drehen und wenden, wie man will – die Steuerlast und ihre Konsequenzen machen sich unweigerlich bemerkbar, so wie sich in der Physik die Naturkräfte unerbittlich zeigen. Naturkräfte lassen sich nicht von demokratischen Entscheidungen oder irgendwelchen Theorien beeindrucken, die wirken einfach. Wer’s nicht glaubt, fährt gegen die Wand oder fliegt aus der Kurve…


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