• Neulich von der Kirche bekommen…

    Posted on August 15th, 2010 Nattl No comments

    …habe ich einen Geburtstagsgruß mit diesem Foto drauf:

    church

    Creepy!

    Klar, das Bild hab ich umgedreht, aber dass das niemanden aufgefallen ist, von denen, die das ausschicken?

  • Das Original

    Posted on August 12th, 2010 Nattl 1 comment

    Alle konnte er ausstehen und alles durchstehen. Er war ein Hocker, der sitzenblieb, bis die letzte Kerze verlöscht war. Er tanzte, bis alle umsanken. Es machte ihm nichts aus, die Nacht zu machen. Er war trinkfest und jedem Diner gewachsen. Er kleidete sich sorgfältig a la mode, stets eine Nuance überzogen, gerade soviel, um Aufmerksamkeit zu erwecken, ohne Auffallen zu erregen.

    Wo er erschien, stand er im Mittelpunkt, wenn er ging, hinterließ er Leere und Bedauern. Wie ein Chamäleon vermochte er sich seiner Umgebung anzupassen; er wechselte die Farbe, verlor jedoch nie die Contenance. “Vergiß nicht, daß ich niemals stärker bin als in Lagen, wo andere schwach werden, daß ich niemals mehr Herr bin meines Verstandes als dann, wenn andere den Kopf verlieren”

    Wer bei diesen Zeilen an die vom Himmel gefallene Sonne, Jörg Haider denkt, der liegt falsch. Das ist die Charakterbeschreibung des jungen Klemens, Fürst Metternich im Buch “Metternich - Staatsmann des Friedens” von Franz Herre, erschienen 1983 im Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln.

  • Die SPÖ entdeckt die Lustfeindlichkeit

    Posted on August 2nd, 2010 Nattl No comments

    Die letzten zwei Wochen über waren die Medien ja voll von Berichten und Statements über die neue Werbekampagne von Hirterbier. Stein des Anstoßes sind drei unbekleidete Damen, welche drei beliebte Biersorten der Brauerei Hirt in die Kamera halten. Viele Politiker haben plötzlich ihre moralische Ader entdeckt und wettern gegen die Werbeplakate von Hirter. So z.B. die Frau Frauenberger, ihres Zeichens Frauenstadträtin in Wien. Sie hat diese Kampagne gleich mal sexistisch bezeichnet. Read the rest of this entry »

  • Neulich beim Leiner…

    Posted on July 23rd, 2010 Nattl No comments

    … ich steh in der Schlange an der Kasse. An der anderen Kassa hat sich eine noch längere Schlange gebildet. Eine ältere Dame Marke Hofratswitwe (so irgendwie zwischen 50 und Verwesung) steht in der anderen Schlange ganz hinten an  und will ein oranges Kunststoffgießkännchen erwerben. Offenbar geht es ihr nicht schnell genug. Darauf hin dreht sie sich um, geht zu meiner Kasse, stellt sich ganz vorne hin und fragt die Verkäuferin, ob es hier denn schneller ginge. Andere lassen sich das ja vielleicht bieten, aber nicht mit mir. So entspinnt sich der folgende Dialog zwischen uns beiden:

    T’schuldigung schön, aber wenn sie bitte so freundlich sind, und sich hinten anstellen

    Ich bin schon drüben angestellt gewesen.

    Jaaaa?

    Ich steh’ schon ziemlich lang an bei der anderen Kasse.

    Und?

    Ich steh’ sicher schon länger an als sie!

    Ich glaube, ich muss ihnen das Konzept von Warteschlangen erklären! Das kennen sie offenbar nicht.

    Wie? Also das ist ja eine Frechheit. SIE kennen dieses Konzept nicht.

    Ach ja?

    Die Dame ist dann aufgebracht zurückgelaufen ans Ende der Schlange, hat die Gießkanne nach einer halben Minute auf den Boden geworfen und aufgebracht das Einrichtungshaus verlassen. Die Kassierin und ich hatten dann noch ein G’sturl als wir uns unterhielten, was der Grund für so ein Verhalten ist… ob die Hitze, der Mond, die Jahreszeit… Wir haben uns letztendlich darauf geeinigt, dass manche Leute einfach fetzendeppert sind.

  • E-Government im Jahr 2010 - ein Erfolgsmodell

    Posted on July 23rd, 2010 Nattl 3 comments

    Gestern habe ich ein Schreiben von einem von mir bislang unbekanntem Unternehmen bekommen, dass sich im Auftrag meiner Mitarbeitervorsorgekasse um meine dürftige Abfertigung Neu kümmert. Was ich denn gerne mit den paar Kröten machen wolle, die sich in den letzten Jahren auf meinem Konto angesammelt hätten? Weiterveranlagen, auf eine andere Vorsorgekasse übertragen (ich kommentiere jetzt nicht, warum wir in Österreich wieder 95.000 verschiedene Vorsorgekassen brauchen), eine lebenslange steuerfreie Zusatzpension oder eine Auszahlung des Betrages stehen zur Auswahl. Read the rest of this entry »

  • Bluescreen

    Posted on July 23rd, 2010 Nattl No comments

    Gottseidank setzen auch die Wiener Linien auf ein Qualitätsbetriebssystem…

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    Bluescreen

  • Freie Meinungsäußerung, ja natürlich…

    Posted on July 21st, 2010 Nattl No comments

    Ich hab letztens mal wieder auf meinem Youtube-account geschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass jemand  einen Kommentar direkt in meinen Channel gepostet hat. Mir ist das, man möge es es Schleißigkeit nennen, erst jetzt aufgefallen, da mich wenig bis gar nicht darum kümmere, was da in den Kommentaren geschrieben wird. Wer die typischen Youtube-Kommentare kennt, der weiß, warum dabei im Normalfall  sowieso Hopfen und Malz verloren sind. Umso mehr hat dann diese direkt an mich gerichtete Meldung des Users JohnyFirpo mein Nervenkorsett ziemlich in Wallungen gebracht. Da schreibt er:

    dein video ja auch verdammt gut. wirklich spitze gemacht
    aber….solltest duch nicht - der meinungsfreiheit wegen - auch kritische
    kommentare zulassen? weil du scheinbar alle kommentare, die dir scheinbar nicht
    ins konzept passen, wieder gelöscht hast.
    is ja dann auch schon wieder …naajaa…schon doch…faschistisch, oda?!

    Also mein lieber JohnyFirpo, mir ist im Normalfall so ziemlich wurscht, welcher psychische Krüppel auf Youtube unter dem Deckmäntelchen der Annonymität seine Meinung als Kommentar rausrotzt. Außer vielleicht ich stolpere durch Zufall (5 Monate später) über einen Kommentar, in dem mir Zensur unterstellt wird. Die Kommentare sind genau so da, wie sie geposted wurden. Alle. Ohne Ausnahme. Nix wurde zensiert. Dein Kommentar ist ja auch noch da. Jene Kommentare mit dem Vermerk “comment removed” wurden von den Autoren selbst gelöscht.

    Jetzt lässt sich natürlich Verschiedenes darauf schließen, warum beim Volxfront-Video nur positive Kommentare abgegeben wurden:

    • das Video trifft den Nagel so auf den Kopf, dass jeder Österreicher, egal welcher politischen Coleur, es für lustig und treffend findet
    • Leute mit einem gewissen politischen Background gar nicht wissen was Youtube ist bzw. wie man einen Kommentar abgibt (was mich angesichtes der permanenten Abwesenheit der alten Parteien im Web 2.0 gar nicht mal wundern würde).
    • Leute, die mit dem Video nicht einverstanden sind, sind nicht in der Lage, einen Kommentar zu formulieren
    • Nach dem Ausdrucken der Youtube-Seite fand man das Video gar nicht mehr so aufregend und hat es deswegen nicht kommentiert.

    Fragen über Fragen, aber keine Zensur…

  • Mein Freund der Ha

    Posted on July 15th, 2010 Nattl No comments

    Mein Freund der Ha ist nicht aus Österreich. Er ist Gastarbeiter. Das merkt man sofort, wenn er den Mund aufmacht. Da fällt nähmlich sofort auf, dass er zur größten Gastarbeitergruppe in Österreich gehört. Macht aber nix. Ich mag ihn trotzdem.

    Der Ha ist extrem links. Überzeugt links. Mit allem drum und dran. Er hat zwar einen gutbezahlten Job bei der Genossenschaftsbank, aber das hat doch nichts mit der wahren, inneren Gesinnung zu tun. Und Revolutionär ist nun mal Revolutionär, oder?
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  • Sudern reicht nicht! Let’s do it!

    Posted on July 11th, 2010 Nattl No comments

    Warum möchte jemand, der sich selbst im Fernsehen als Zahler des Spitzensteuersatzes outet, seinen Blog, der vornehmlich zur Präsentation der eigenen Person und als Werbemedium für die eigenen Bücher und Publikationen genutzt wird, durch Spenden finanzieren? Warum nimmt sich dieser jemand, der sich selbst als Paradelinker sieht, gerade ein Beispiel am Staberl für Maturanten?

    Eine at-Domäne kostet bei meinem Provider monatlich EUR 1,99 plus einmalige Bearbeitungsgebühr von EUR 2,99. Blogspace gibts gratis bei Wordpress.com, Blogger.com und ähnlichen Angeboten (die eigene Domäne kann man dorthin umleiten), wer unbedingt den eigenen Webspace samt PHP/MySQL haben will, ist, technisches Verständnis oder den HTL-absolvierenden Nachbarsspross vorausgesetzt, ist schon ab EUR 4,08 im Monat dabei. Die Blogsoftware gibts gratis im Netz. Alles in allem kann man also mit weniger als EUR 100,00 im Jahr seinen Blog einrichten. Klar, man kann jetzt einen Designer beauftragen, die neuerworbene Webpräsenz zu gestalten, aber warum sollten potentielle Leser des Blogs diese kleine Eitelkeit finanzieren?

    Direkte Spenden bei Blogs sind bedenklich, weil sich der Autor dem Spender verpflichtet fühlen könnte. Wer sich die rausgerotzte Meinung und/oder Selbstdarstellung unbedingt finanziell abgelten lassen möchte, der kann den Blog via Google Adsense werbefinanzieren oder kann ein Service wie Paypal oder auch Flattr verwenden (siehe auch Gerald Bäck’s Blog zum Thema Flattr). Einfach zu schreiben [...]Die Sache ist ziemlich einfach: Je mehr Leute bereit sind, dafür ein bisschen zu spenden, umso besser wird das Ding. Daueraufträge bringen Planungssicherheit. [...] und dahinter die Bankverbindung dranzuklatschen ist ziemlich lame.

    Ich auch bin wirklich gespannt auf die Vorschläge zur Weltverbesserung von der besagten Person. Die bestehen hoffentlich aus mehr als aus Spendenaufrufen…

  • Budget and the City

    Posted on July 10th, 2010 Nattl No comments

    Die extrem verspätet angesetzte Bekanntgabe des Budget 2011 geistert ja bereits seit einigen Tagen durch die Medien und Blogs, da konnte nicht einmal die Fußball-Weltmeisterschaft etwas daran ändern. Erboste Oppositionspolitiker, verärgerte Verfassungsrichter und eine peinlich berührte Nationalratspräsidentin, welche hin- und hergerissen zwischen Pflicht ihres Amtes und Apparatschiksein bereits mehrmals vom ruhige-Kugel-schieben abgehalten und zu diesem Thema befragt wurde.

    Und das alles wegen den zwei Landtagswahlen im Herbst: die Steiermark wählt im September, Wien im Oktober. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, wie eine rechtzeitige Bekanntgabe des Budgets die Wahl in der Steiermark beeinflussen sollte - da ist wohl schon eher die Wiener Wahl eher betroffen.
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