• Freie Meinungsäußerung, ja natürlich…

    Posted on July 21st, 2010 Nattl No comments

    Ich hab letztens mal wieder auf meinem Youtube-account geschaut. Dabei ist mir aufgefallen, dass jemand  einen Kommentar direkt in meinen Channel gepostet hat. Mir ist das, man möge es es Schleißigkeit nennen, erst jetzt aufgefallen, da mich wenig bis gar nicht darum kümmere, was da in den Kommentaren geschrieben wird. Wer die typischen Youtube-Kommentare kennt, der weiß, warum dabei im Normalfall  sowieso Hopfen und Malz verloren sind. Umso mehr hat dann diese direkt an mich gerichtete Meldung des Users JohnyFirpo mein Nervenkorsett ziemlich in Wallungen gebracht. Da schreibt er:

    dein video ja auch verdammt gut. wirklich spitze gemacht
    aber….solltest duch nicht – der meinungsfreiheit wegen – auch kritische
    kommentare zulassen? weil du scheinbar alle kommentare, die dir scheinbar nicht
    ins konzept passen, wieder gelöscht hast.
    is ja dann auch schon wieder …naajaa…schon doch…faschistisch, oda?!

    Also mein lieber JohnyFirpo, mir ist im Normalfall so ziemlich wurscht, welcher psychische Krüppel auf Youtube unter dem Deckmäntelchen der Annonymität seine Meinung als Kommentar rausrotzt. Außer vielleicht ich stolpere durch Zufall (5 Monate später) über einen Kommentar, in dem mir Zensur unterstellt wird. Die Kommentare sind genau so da, wie sie geposted wurden. Alle. Ohne Ausnahme. Nix wurde zensiert. Dein Kommentar ist ja auch noch da. Jene Kommentare mit dem Vermerk “comment removed” wurden von den Autoren selbst gelöscht.

    Jetzt lässt sich natürlich Verschiedenes darauf schließen, warum beim Volxfront-Video nur positive Kommentare abgegeben wurden:

    • das Video trifft den Nagel so auf den Kopf, dass jeder Österreicher, egal welcher politischen Coleur, es für lustig und treffend findet
    • Leute mit einem gewissen politischen Background gar nicht wissen was Youtube ist bzw. wie man einen Kommentar abgibt (was mich angesichtes der permanenten Abwesenheit der alten Parteien im Web 2.0 gar nicht mal wundern würde).
    • Leute, die mit dem Video nicht einverstanden sind, sind nicht in der Lage, einen Kommentar zu formulieren
    • Nach dem Ausdrucken der Youtube-Seite fand man das Video gar nicht mehr so aufregend und hat es deswegen nicht kommentiert.

    Fragen über Fragen, aber keine Zensur…

  • Bäckblog Politikpodcast No. X

    Posted on July 19th, 2010 Nattl No comments

    Neuer BäckBlog Politikpodcast. Bereits die  Nummer Zehn! Gerald Bäck diskutiert mit Susanne Zoehrer, Martin Schimak und meiner Wenigkeit über das freie Mandat, Hans Peter Martins Mitarbeiterschwund und der (Un)Sinnhaftigkeit der Parteijugendorganisationen. Außerdem gibts Tipps für Internetausdrucker: ein neuer Trend des Offline-Twitterns in Gratiszeitungen sowie die Zustellung von Blogeinträgen per Post oder Fax. Einfach zum reinhören…

  • Sudern reicht nicht! Let’s do it!

    Posted on July 11th, 2010 Nattl No comments

    Warum möchte jemand, der sich selbst im Fernsehen als Zahler des Spitzensteuersatzes outet, seinen Blog, der vornehmlich zur Präsentation der eigenen Person und als Werbemedium für die eigenen Bücher und Publikationen genutzt wird, durch Spenden finanzieren? Warum nimmt sich dieser jemand, der sich selbst als Paradelinker sieht, gerade ein Beispiel am Staberl für Maturanten?

    Eine at-Domäne kostet bei meinem Provider monatlich EUR 1,99 plus einmalige Bearbeitungsgebühr von EUR 2,99. Blogspace gibts gratis bei WordPress.com, Blogger.com und ähnlichen Angeboten (die eigene Domäne kann man dorthin umleiten), wer unbedingt den eigenen Webspace samt PHP/MySQL haben will, ist, technisches Verständnis oder den HTL-absolvierenden Nachbarsspross vorausgesetzt, ist schon ab EUR 4,08 im Monat dabei. Die Blogsoftware gibts gratis im Netz. Alles in allem kann man also mit weniger als EUR 100,00 im Jahr seinen Blog einrichten. Klar, man kann jetzt einen Designer beauftragen, die neuerworbene Webpräsenz zu gestalten, aber warum sollten potentielle Leser des Blogs diese kleine Eitelkeit finanzieren?

    Direkte Spenden bei Blogs sind bedenklich, weil sich der Autor dem Spender verpflichtet fühlen könnte. Wer sich die rausgerotzte Meinung und/oder Selbstdarstellung unbedingt finanziell abgelten lassen möchte, der kann den Blog via Google Adsense werbefinanzieren oder kann ein Service wie Paypal oder auch Flattr verwenden (siehe auch Gerald Bäck’s Blog zum Thema Flattr). Einfach zu schreiben [...]Die Sache ist ziemlich einfach: Je mehr Leute bereit sind, dafür ein bisschen zu spenden, umso besser wird das Ding. Daueraufträge bringen Planungssicherheit. [...] und dahinter die Bankverbindung dranzuklatschen ist ziemlich lame.

    Ich auch bin wirklich gespannt auf die Vorschläge zur Weltverbesserung von der besagten Person. Die bestehen hoffentlich aus mehr als aus Spendenaufrufen…